Mobile Deiche stoppen Wassermassen

Pressemitteilung vom 05/27/2014

Fachtagung KRIFA in Münster: Erfahrungsaustausch nach den Jahrhunderthochwassern

Präsentieren den Mobildeich: Benno Fritzen, Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren, Berthold Penkert, Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen, Christoph Brodesser, DRK-Landesverband Westfalen-Lippe, und Thomas Arabin (v.l.), Messe und Congress Centrum Halle Münsterland.

Pressemitteilung vom 27.05.2014:

Mobile Deiche stoppen Wassermassen

Fachtagung KRIFA in Münster: Erfahrungsaustausch nach den Jahrhunderthochwassern

Münster. Ein Hochwasser ausgerechnet mit Wassermassen bekämpfen: Was sich paradox anhört, bewährt sich immer mehr. Mit Wasser gefüllte mobile Schlauchdeiche lassen sich nicht nur weitaus schneller aufbauen als Sandsäcke, sondern auch rückstandslos wieder abbauen. Der Mobildeich war eine der Neuheiten, die heute (27. Mai) auf der Fachtagung und Ausstellung KRIFA im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland vorgestellt wurden.

KRIFA - dieser Tagungstitel steht seit 2013 für "Kritische Infrastrukturen". Nachdem es bei der Premiere im vergangenen Jahr um die Folgen eines flächendeckenden Stromausfalls ging, diskutierten Fachleute diesmal über das "Hochwasser und seine Auswirkungen auf kritische Infrastrukturen". Darunter fällt insbesondere die Kommunikation unter den Hilfskräften, aber auch die Warnung der Bevölkerung. Ein Schwerpunkt ist der Erfahrungsaustausch. "Die KRIFA bringt die Praktiker zusammen", erklärte Thomas Arabin, Geschäftsbereichsleiter Eigenveranstaltungen des Messe und Congress Centrums Halle Münsterland. Rund 250 Bevölkerungs- und Katastrophenschützer der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks oder des Roten Kreuzes (DRK) waren nach Münster gekommen. Dabei wurde Manöverkritik gehalten: Die Hochwasser im Süden und Osten Deutschlands liegen noch nicht einmal ein Jahr zurück, Vertreter aus Magdeburg und Dresden berichteten über ihre Erfahrungen. Auch Helfer aus dem Münsterland waren vor Ort. Bewährt hat sich aus Sicht von Benno Fritzen, Leiter der Berufsfeuerwehr Münster, der Aufbau großer Strukturen. "Noch beim Jahrhunderthochwasser 2002 waren die Feuerwehren in Zugstärken von bis zu 150 Kräften im Einsatz", blickte er zurück. 2013 bestanden die kleinsten Einheiten dagegen aus wenigstens 350 Kräften. "Dies war deutlich effizienter", stellte Fritzen fest. Erfolgreich war auch der Einsatz von Hochleistungspumpen, von denen Nordrhein-Westfalen nun einige anschaffen wird. Als sehr positiv bewertete Christoph Brodesser vom DRK-Landesverband Nordrhein-Westfalen, Abteilungsleiter Nationale Hilfsgesellschaft, den freiwilligen Einsatz sogenannter "ungebundener Kräfte", die sich kurzfristig über Facebook und Twitter verabredeten - was allerdings auch zu "Problemen an der ein oder anderen Stelle führe", wie er einräumte. Das liege beispielsweise an der fehlenden Ausrüstung dieser Helfer. Doch auch die Bereitstellung von Verpflegung, Unterbringung und Ausrüstung für weit angereiste Feuerwehren und Rettungskräfte, die über mehrere Tage im Einsatz stehen, stelle die betroffenen Gemeinden vor große logistische Herausforderungen. Eine besondere Stärke des deutschen Gefahrenabwehrsystems hob Berthold Penkert, Leiter des Instituts der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen, im Zusammenhang mit den Einsätzen beim Hochwasser 2013 hervor: "90 Prozent der organisatorisch gebundenen Kräfte vor Ort waren Ehrenamtliche", erklärte er. Sie halfen fern von Zuhause, übrigens ohne dass in ihren Heimatregionen in der Zwischenzeit der Schutz der Bevölkerung vernachlässigt worden wäre. Weitere Informationen unter www.krifa.de.

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